WALKING ON RIVERS (DE)

pic

Freitag

Waren WALKING ON RIVERS nicht diese melodische Indie-Folk-Band aus Dortmund, die bei so manchem Open-Air den perfekten Song für den Sonnenuntergang parat hatte? Die kaum mehr brauchte als ihre zugänglichen, hochmelodischen Songs und den weichen Gesang von David Laudage? Was ja schon eine ganze Menge ist – zugegeben, dennoch: Von den ersten Sekunden ihrer neuen EP »Time To Lose Control« an spürt man, dass bei WALKING ON RIVERS in letzter Zeit eine Menge passiert ist. Man hört, dass diese immer noch zugänglichen, hochmelodischen Songs auf eine Weise schillern, die neu ist. Man spürt, dass unter der feinen Produktion und den verspielten Effekten eine Spannung herrscht, die man beim ersten Durchhören vor lauter Melodiebesoffenheit übersieht, bis dann die Lyrics ankommen. Man erkennt die Zweifel, die in diesen Texten erst seziert – und dann mit einem selbstbewussten Refrain verdroschen werden. Mit dieser EP bringen sie nun zusammen, was gut zusammengehört: Simples, kraftvolles Songwriting, das den Lagerfeuer-Test besteht, als Rückgrat. Texte, die mit wohl gesetzten Worten spannende Gedanken und Gefühle triggern. Die Spielfreude, die man von Walking On Rivers und ihren Konzerten kennt. Und eine neu entdeckte Abenteuerlust, die drauf scheißt, ob man jetzt Pop oder Indie oder Folk oder sonst was ist. Dass dabei alles ganz schlüssig klingt, liegt dann wohl auch an Produzent Sven Ludwig und an Jochen Naaf, der den finalen Mix verantwortet – beide kennen sich aus mit eigenständiger Popmusik, die auch mal ins Radio drängen will.

Webseite

Facebook