Edwin Rosen (DE)

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Samstag

Nach den ersten geheimnisvollen, ohne viele Informationen gestreuten Songs »leichter//kälter«, »Die Sonne in deinem Zimmer« und der ersten Single »Verschwende deine Zeit« dürfte man EDWIN ROSEN inzwischen auf dem Schirm haben. Der Weg zu seinem Sound, den er nur halb im Ernst, aber sehr treffend »neueneuedeutschewelle« taufte, führte über Blink-182 – und landete erst später, zum Beispiel bei DAF, EA 80, dem Twin Peaks-Soundtrack und Grauzone. Edwin erklärt: »Als ich begann Musik zu machen, wollte ich all diese Einflüsse aufgreifen aber unbedingt alles alleine aufnehmen können – das hat die Instrumentierung natürlich sehr beeinflusst.« Die präzisen, fast kargen Texte seien dann eher den besagten »diversen Subgenres des Punks« geschuldet, die ihn sehr inspiriert haben. Auch bestimmte Filmwelten hätten einen großen Einfluss auf ihn und seine Musikvideos – David Lynchs Klassiker oder auch Richard Kellys »Donnie Darko«. EDWIN ROSEN mag da besonders geschmackssicher zugegriffen haben, aber die Art und Weise wie er seine außergewöhnliche Musiksozialisation in eine eigene Sprache und Klangwelt überführt, hat man in der heimischen Indie-Landschaft lange nicht mehr gesehen.

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